Die LandZeitTour / Traumschleife Nr. 68 von 111

Der Wander-BÄR-bel unterwegs!

Entfernung vom Landhaus Heimisch 32 km – 30 Minuten mit dem Auto

Läge: ca. 8,1 km – Schwierigkeitsgrad: leicht – Gehzeit: ca. 2,5 Stunden – Erlebnispunkte: 67

Startpunkt: Parkplatz Burg Baldenau, 54497 Morbach- Hinzerrath


Dieses Mal hatten wir Verstärkung dabei, unser Sohn mit Freundin begleiteten uns auf dieser einfachen Tour in der Nähe von Morbach. Gestartet sind wir diese 8 km lange Traumschleife, die im Jahre 2017 von den Lesern des Wandermagazins zum zweitschönsten Rundwanderweg Deutschlands gewählt wurde, kurz vor der Burgrunie Baldenau. Diese mussten wir natürlich erkunden. Die Burgrunie Baldenau ist die einzige Wasserburg im gesamen Hunsrück.

Durch das Eingangstor zur LandZeitTour leiten uns die Wegweiser durch kräftige grüne Wiesen hinauf zur Hundheimer Quellmulde. Auf Schaubildern erfahren wir, dass diese Quellmulde der wertvollste Teil des Oberen Dhrontales ist – aus der Sicht des Naturschutzes.

Die LandZeitTour / Traumschleife Nr. 68 von 111
Die LandZeitTour / Traumschleife Nr. 68 von 111

Dann erreichten wir die erste Informations- tafel, die die ausführliche Landschafts- geschichte der Region zur Zeit der Römer über das Mittelalter zur Zeit des Kurfürsten Balduins bis zur Gegenwart veranschaulicht. Land und Leute werden uns auf der gesamten Tour begleiten.

10 lebensgroße Figuren symbolisieren Tätigkeiten für die Landschaftsentwicklung wichtigen Berufsgruppen. Die Figuren wurden von dem Allenbacher Künstler Jonas Hermann entworfen.

Sehr schön finden wir Infotafeln, da sie zweisprachig gehalten sind; jeweils im Hunsrücker Dialekt und in Hochdeutsch.

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Die LandZeitTour / Traumschleife Nr. 68 von 111

Eine metallende Rinderherde klärt uns mehrsprachig über die Landwirtschaft in der Neuzeit auf. Aber auch echte Rinder haben unseren Weg begleitet.

Richtige Kühe bzw. Rinder zum anfassen. Heute stehen die meisten nur noch als Hochleistungstiere in den Stallungen und kommen kaum noch auf die Weiden. Eigentlich sehr schade!

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Auch eine Infotafel zum Thema Flurbereinigung hat uns sehr interessiert.

So beschreibt eine Infotafel dieses Vorgehen in den Worten des Landvermessers: „Der Feldweg dahinten muss wohl noch bleiben. Den brauchten wir zur Erschließung der Äcker und des mittelalterlichen stumpfen Turmes. Aber die zwei anderen Wege können weg und wir haben dann statt 130 m immerhin 400 m Schlaglänge. Und wenn wir hier noch 5 Einzelflächen in ein Flurstück zusammenlegen können, bedeutet das für den Landwirt weniger Zeitverlust durch Anfahrtzeiten und Wendemanöver. Also unterm Strich Kostenersparnis, die ihn konkurrenzfähig hält!“

Nicht zu vergessen, natürlich war unser Wander-BÄR-bel auch wieder mit dabei und fand die Holzfiguren sehr interessant.

Die LandZeitTour / Traumschleife Nr. 68 von 111
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Auf den ersten Kilometern gehen wir nur an Wiesen entlang. Nach 4 Kilometern geht es dann endlich in den Wald. Das Gebiet ist ein Gebiet mit „besonders störungsempflindlichen Tier- und Pflanzenarten“ und so wird der Wanderer gebeten, auf den Wegen zu bleiben und nach Dämmerung hier nicht mehr langzugehen. Der Weg durch den Wald ist leider nur etwa 500 Meter lang.

Nun folgen wir dem Feldweg und erreichen schon den Ort Hinzerath. Die Kirche in Hinzerath ist ein Saalbau von 1669 und dem heiligen Johann Baptist gewidmet. Wir gingen weiter durch den Ort am „Cafe Pause“ vorbei – Hier bietet sich eine Einkehr an. Auch gehen wir durch ein eingezäuntes Gebiet und erreicthen das Areal des EU-Life-Projektes Arnikawiesen inklusive Biotop und zahlreichen Informationstafeln. Dahinter führte uns der Weg dann noch einmal richtig spannend, teilweise auf Holzstegen, durch ein Feucht- und Quellgebiet bis zum Ausgangspunkt an der Burgruine Baldenau.

Die Burganlage ist etwa 52 Meter lang, bis zu 20 Metern breit und besitzt die Form eines Keils. Im Südwesten im spitz zulaufenden Teil der Burg steht der markante 24 Meter hohe, runde, dreigeschossige Bergfried. Er hat einen Durchmesser von 10,5 Metern bei einer Mauerstärke von bis zu 3,2 Metern. Auf der gegenüberliegenden

Seite erheben sich die eher spärliche aufragenden Reste des Hauptgebäudes. Es hatte mindestens drei Geschosse, die über einen Treppenturm erschlossen waren. Der gut gefüllte Wassergraben wird von Fröschen und Fischen bevölkert. Das Wasser im Burggraben steht übrigens nicht. Feuchtwiesen der Umgebung speisen ein Bächlein, welches seinen Weg durch den Burggraben nimmt.

Hören wir mal, was der Erzbischof Balduin zu erzählen hat. Die Antwort findet man auf vielen Schautafeln.

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Kontakt

Landhaus Heimisch
Inh. Bärbel Reinders
Gartenfeldstr. 15
54413 Geisfeld

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